Vielen Menschen ist ihr Vertrauen in die Justiz schon teuer zu stehen gekommen. Ganze Heerscharen von Schöffen und Geschworenen haben sich vermutlich schon über den Tisch ziehen lassen in ihrem blinden Glauben an die Lauterkeit und Gerechtigkeit der Richter. Rosi, eine einfache Hausfrau, hat als Geschworene in einem Wiener Mordprozess, einen mutmaßlichen Mörder schuldig gesprochen. Nach dem Schuldspruch beginnt sie an der Richtigkeit der Entscheidung zu zweifeln. Sie erkennt allmählich, dass sie in die Irre geführt wurde. Von Gewissensbissen gepeinigt, bemüht sie sich verzweifelt um die Wiederaufnahme des Verfahrens. Aber es gelingt ihr nicht, die Mühlen der Justiz rückwärts zu drehen. „Gnädige Frau, Sie müssen lernen, mit einem Fehlurteil zu leben!“ Schließlich erreicht sie ihr Ziel doch noch, wenn auch auf eine sehr andere Art.